Zum Schluss ist sie doch relativ rasch gefallen, die Entscheidung über den neuen starken Mann im ÖFB. Nach monatelangem Hick-Hack ist Leo Windtner in einer zweieinhalb-stündigen Sitzung zum Nachfolger von Friedrich Stickler und damit zum neuen Präsidenten des österreichischen Fußballbundes gewählt worden.
Die Spekulationen haben endlich ein Ende, nun ist es offiziell. Windtner, Vorsitzender der oberösterreichischen Energie-AG und Verbands-Chef des oberösterreichischen Fußballbundes, konnte sich in der entscheidenden Abstimmung gegen Günter Kaltenbrunner durchsetzen. Der dritte Kandidat, Gerhard Skoff, spielte in der Entscheidung des zehnköpfigen Wahlausschusses, bestehend aus neun Landesverbands-Präsidenten und Bundesliga-Boss Martin Pucher, keine Rolle. Der 58–Jährige wird seinen Amtssitz in Linz behalten und ist damit der erste ÖFB-Präsident, der den Verband nicht von der Zentrale in Wien aus lenkt. Offiziell wird Windtner auf der außerordentlichen Hauptversammlung des ÖFB am 28.Februar in sein neues Amt gewählt, bis dahin wird Interimspräsident Kurt Ehrenberger die Geschäfte führen.
In der Vergangenheit sorgte der Oberösterreicher bereits des Öfteren für Aufregung. Im Oktober 2007 verursachte seine heftige Kritik am damaligen Teamchef Josef Hickersberger viel Wirbel. Hinter vorgehaltener Hand wurde spekuliert, Windtner wolle mit „Hicke“ als Bauernopfer Präsident Friedrich Stickler absägen, um während der prestige-trächtigen Heim-Europameisterschaft selbst dessen Amt zu bekleiden. Mit knapp eineinhalb-jähriger Verspätung ist er nun am Ziel seiner Träume. Zu den Pluspunkten seiner bisherigen Tätigkeiten im Verband zählt die erfolgreiche Veranstaltung der U19-EM, die im Sommer 2007 über die Bühne ging.
In einer ersten Reaktion gab Windtner ein vorläufiges Bekenntnis zu Teamchef Karel Brückner ab: “Es gibt zwei Länderspiele, in denen er die Möglichkeit hat, das zu reparieren, was schiefgelaufen ist. Ich glaube, er ist ein internationaler Fachmann, es wäre jetzt verfrüht, über ihn zu diskutieren.” Der unterlegene Günter Kaltenbrunner zeigte sich als fairer Verlierer: “Meine Enttäuschung hält sich in Grenzen, aber es wäre eine Herausforderung gewesen. Ich bin nicht überrascht, dass ich es nicht geworden bin. Ich wünsche Leo Windtner im Interesse des österreichischen Fußballs viel Glück. Er ist sicher ein guter Kandidat.”
Februar 13th, 2009 at 03:26
[...] man die Bedeutung dieses Testspiels überschätzen darf – weil das darf ja bekanntlich nur einer: Mr. President Windtner himself. Obwohl der auch schon mit seiner Drohung, Karel Brückner bei einem nun zur Hälfte [...]